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Lesekompetenz

Definition 

Unter Lesekompetenz wird allgemein die Fähigkeit verstanden, Texte zu lesen und zu verstehen, und zwar insbesondere solche, die zur Bewältigung des Alltags, der beruflichen Anforderungen und für das Weiterlernen wichtig sind.

Erläuterung 

Lesekompetenz gilt in der modernen Gesellschaft als eine notwendige Voraussetzung für die soziale Handlungsfähigkeit. Die Lesekompetenz im engeren Sinn umfasst drei Bereiche:

  1. Lesefertigkeiten: das Erfassen von Wörtern und Wortteilen (→ Dekodieren)
  2. Lesegeläufigkeit: sie beinhaltet v.a. das → Lesetempo oder die Lesegenauigkeit (Lesegeläufigkeit (Fluency))
  3. → Textverstehen: das Herstellen von Sinnzusammenhängen, d.h. die → Bildung von Kohärenz

Lesekompetenz in diesem engeren Sinne wird oft als kognitive Lesekompetenz bezeichnet (→ kognitives Textmodell)

Hurrelmann (2007) ergänzt dieses Verständnis um zwei weitere Dimensionen, womit sich drei Teildimensionen der (ausdifferenzierten) Lesekompetenz ergeben:

  1. Kognition
  2. Motivation (→ Lesemotivation) und emotionale Beteiligung (Emotion)
  3. → Reflexion und die Fähigkeit zur → Anschlusskommunikation

Beispiel

Wir sagen von einer Person, sie sei lesekompetent, wenn sie verschiedene schriftliche Texte in angemessener Zeit lesen und verstehen kann. Im Hinblick auf Sach- oder Informationstexte sowie literarische Texte kann dies sehr Unterschiedliches bedeuten.

Querverweise  

→ Kohärenzbildung
→ Leseanforderung
→ Lesen zur Information
→ Lesen zur Unterhaltung / literarisches Lesen

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