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Soziale Funktion des Schreibens

Definition 

Die soziale Funktion des Schreibens meint das Schreiben für oder an andere.

Erläuterung 

Möchte man für oder an andere schreiben, gilt es zu klären, a) warum und b) für wen genau geschrieben werden soll.

  1. Die Frage nach dem Warum zielt darauf ab, das Schreibziel zu konkretisieren. Konkrete Schreibziele sind: informieren, darstellen, begründen, klären, für etwas argumentieren, sich entschuldigen usw.
  2. Kann man sich eine genauere Vorstellung der Leserschaft, die man ansprechen möchte, machen, kann man ein Schreibziel auch besser erreichen: das gewählte Textmuster bzw. die Formulierungen können leichter umgesetzt werden.

Je abstrakter oder unvertrauter eine Leserschaft für die Schreibenden ist, desto schwieriger fällt es vor allem den AnfängerInnen, sich genauere Vorstellungen bilden zu können. Ungeschickte oder missglückte Formulierungen können dann als Hinweis darauf verstanden werden, dass sich der oder die Schreibende von den Lesenden ein ungenaues oder sogar unzutreffendes Bild gemacht hat.

Beispiel

In einem Schulhaus hat sich ein Unglück ereignet und sowohl die Eltern der SchülerInnen als auch die Öffentlichkeit müssen orientiert werden: Hier wird man zum einen mit Vorteil zwei verschiedene Textmuster wählen (Elternbrief vs. Pressemitteilung), zum anderen eignen sich für die beiden Leserschaften auch nicht dieselben Formulierungen.

Querverweise  

→ Plagiat
→ Schreibabsicht (Ossner)
→ Schreiben für sich

Weitere Hinweise   → Handreichung Plagiate
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