Quellenangaben und Zitate in wissenschaftlichen Texten

Quellenverzeichnis: Literatur

  1. Die Literaturangaben müssen so sein, dass ein Leser oder eine Leserin die Quelle in einer Bibliothek finden oder bei Bedarf in einer Buchhandlung bestellen könnte. Zu den zentralen Angaben gehören:
    • Nachname, Vorname
    • Herausgeberschaft (mit «Hrsg.» abkürzen)
    • Titel, Untertitel
    • Erscheinungsort
    • Name des Verlags
    • Erscheinungsjahr (bei mehreren Einträgen im gleichen Jahr zusätzlich a–z; wenn noch nicht erschienen: «im Erscheinen»)
    • Buchreihe, Reihennummer (in Klammern mit «=» am Anfang)
    • Garbe, Christine; Holle, Karl und Jesch, Tatjana (2009): Texte lesen : Lesekompetenz - Textverstehen - Lesedidaktik - Lesesozialisation. Paderborn: Schöningh. (= UTB 3110).
    • Bitte schreiben Sie die Vornamen aus: Ihre Leser und Leserinnen wissen dann, ob der Text von einer Frau oder einem Mann verfasst wurde. Stellen Sie sich vor, niemand würde das tun: In Ihren eigenen Texten wären Sie dann gezwungen, ständig z.B. Garbe oder Holle zu schreiben, da sie nicht mit den Pronomen «er» oder «sie» auf den Autor oder die Autorin Bezug nehmen könnten.
    • Nicht notwendig sind die ISBN-Nummer (es sei denn, das Literaturverzeichnis ist für Leser und Leserinnen gedacht, die sich die angegebenen Bücher anschaffen sollen!), der Preis u.a.
  2. Artikel in Sammelband: Sammelband vollständig angeben, am Schluss die Seitenzahlen des Artikels.
    • Sieber, Peter (2003): Modelle des Schreibprozesses. In: Bredel, Ursula; Günther, Hartmut; Klotz, Peter; Ossner, Jakob und Siebert-Ott, Gesa (Hrsg.): Didaktik der deutschen Sprache. Ein Handbuch. 1. Teilband. Paderborn: Schöningh. S. 208–223.
  3. Artikel in Print-Zeitschrift: Name der Zeitschrift mit Jahrgang (falls vorhanden), Heft-Nr. (falls vorhanden) und Seitenzahlen des Artikels.
    • Sind nur die Angaben zur Heft-Nummer verfügbar, dann wird das mit «Heft» oder «H.» verdeutlicht.
    • Fay, Johanna (2010): Kompetenzfacetten in der Rechtschreibdiagnostik. Rechtschreibleistung im Test und im freien Text. In: Didaktik Deutsch 16/29. S. 15–36.
    • Adamina, Marco (2014): Lehr- und Lernmaterialien im kompetenzorientierten Unterricht. In: Beiträge zur Lehrerinnen- und Lehrerbildung 32. S. 359–372.
    • Bader, Peter (2016): Wie viel «Umwelt» kommt im Unterricht an? In: Umwelt, Heft 2016/4. S. 15–18.
  4. Artikel in Online-Zeitschrift: Adresse der Website und Datum des letzten Zugriffs auf die Website in eckigen Klammern.
    • Online-Artikel werden teilweise mit einem Digital Object Identifier (DOI) versehen, der als dauerhafter digitaler Identifikator auf das Objekt selbst verweist – unabhängig vom Ort, an dem es momentan abgelegt ist. Via www.dx.doi.org kann der Artikel im Internet gefunden werden.
    • Schmidt, Thomas (2002): Gesprächstranskription auf dem Computer – das System EXMA-RaLDA. In: Gesprächsforschung. Online-Zeitschrift zur verbalen Interaktion 3. S. 1–23. [http://www.gespraechsforschung-online.de; 2718.41.200317].
    • Hoffmann, Nora und Seipp, Till (2015): Förderung studentischer Schreibkompetenz. In: Zeitschrift Schreiben. [http://zeitschrift-schreiben.eu/globalassets/zeitschrift-schreiben.eu/2015/hoffmann_seipp_foerderung_schreibkompetenz.pdf; 18.1.2017].
    • Hägi, Sara und Scharloth, Joachim (2013): Ist Standarddeutsch für Deutschschweizer eine Fremdsprache? In: Linguistik Online 24/3. DOI:10.13092/lo.24.636. [https://bop.unibe.ch/linguistik-online/article/view/636; 18.1.2017].
  5. Online-Quellen: Lehrpläne, Gesetze, Themenbroschüren etc. sind online verfügbar.
    • BKS (2013): Lehrplan für die Volksschule des Kantons Aargau. Bereich Gestalten. Aarau: Departement Bildung, Kultur und Sport. [www.ag.ch/media/kanton_aargau/bks/dokumente_1/volksschule_kindergarten/unterricht_schulbetrieb/lehrplan/vs/BKSVS_Lehrplan_Gestalten.pdf; 20.2.2013].
    • Volksschulgesetz des Kantons Solothurn vom 14.09.1969.
      [http://bgs.so.ch/frontend/versions/4478; 18.1.2017].
    • Nationales Programm Jugend und Medien (2014): Medienkompetenz im Schulalltag. Bern: Bundesamt für Sozialversicherungen. [www.bundespublikationen.admin.ch; 18.1.2017].
  6. Mehrere AutorInnen oder HerausgeberInnen: mit «;» oder «/» verbinden, den letzten Namen mit «und» verbinden.
    • Wenn es mehr als 6 sind – so die Faustregel – wird nur der erste Name mit Vorname angegeben und mit «et al.» ergänzt (lat. für «und andere»).
    • Ammon, Ulrich et al. (2004): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol. Berlin/New York: de Gruyter.
    • Frank, Andrea; Haacke, Stefanie und Lahm, Swantje (2013): Schlüsselkompetenzen: Schreiben in Studium und Beruf. 2., aktual. u. erw. Aufl. Stuttgart/Weimar: Metzler.

 


 

Alle Informationen sind auch in der Handreichung «Quellenangaben und Zitate in wissenschaftlichen Texten» zu finden. Ideal zum Ausdrucken und Nachschlagen:

Quellenangaben und Zitate in wissenschaftlichen Texten

Ausführliche Broschüre zum Zitieren, zu Quellen und Quellenverzeichnissen

 

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